Die Natur heilt - Korianderöl
-Was Sie schon immer über Ätherische Öle wissen wollten-


Koriander
Coriandrum sativum L.

Pflanzenfamilie der Apiaceae/Doldengewächse


Der Name "Koriander" leitet sich von dem griechischen Wort "kóris" -auf deutsch ,Wanze- ab. Die Blätter und die unreifen Früchte sollen angeblich wie zerquetschte Wanzen riechen.

Die Korianderpflanze besitzt kräftig-grüne, feingefiederte Blätter, wird bis zu 60 Zentimeter hoch und trägt im Juli und August zahlreiche weiße Blüten.
Bereits vor rund 3000 Jahren galt Koriander in den verschiedensten Kulturen als besonders vielseitiges Gewächs Zum einen diente er als Heil- und Gewürzpflanze, zum anderen spielte Koriander auch damals schon eine Rolle bei der Herstellung von Duftstoffen.

Blühender Koriander

Die alten Ägypter verwendeten die zerstoßenen Samen des Koriander als Heilpflanze bei Schlaflosigkeit und Verstopfung sowie als Aphrodisiakum und zu religiösen Zeremonien.
Die alten Griechen und Römer schätzten ebenfalls seine aphrodisierenden und heilenden Eigenschaften und benutzten ihn darüber hinaus auch zum Aromatisieren von Wein.

In der orientalischen, thailändischen und indischen Küche wiederum ist Koriander seit jeher ein äußerst beliebtes Küchenkraut, unter anderem, weil er den Fäulnisprozeß von Fleisch verzögert. So verleiht er beispielsweise als einer der wichtigsten Bestandteile von Curry-Mischungen zahlreichen indischen Gerichten seinen typischen, erdig-pfeffrigen Geschmack.

Obwohl Koriander hin und wieder als "chinesische Petersilie" bezeichnet wird, gilt nicht China, sondern das Mittelmeergebiet und der Mittlere Osten als seine ursprüngliche Heimat. Im frühen Mittelalter gelangte er durch die Römer auch nach Mitteleuropa .

Er wurde in französischen Klostergärten kultiviert, die Karmelitermönche etwa verwendeten ihn als Zusatz für ein Gesichtswasser, die Kartäuser und Benediktiner wiederum aromatisierten mit seinen Blättern ihre hochprozentigen Kräuterliköre.

Heute wird die Pflanze hauptsächlich in Deutschland, Rußland, Ungarn und Bessarabien kultiviert.

Das ätherische Koriander-ÖI wird durch Wasserdampfdestillation aus den Samen der Pflanze gewonnen. Das gelbliche Öl hat einen würzig-aromatischen, warmen und äußerst sinnlichen Duft, der leicht an Anis erinnert.

Koriandersamen

Die Hauptinhaltsstoffe sind: D-Linalool (Coriandrol), Geraniol, Cymol, Borneol, Pinen, Terpinen, Phellandren u.A.

Körperliche Wirkung:
Anregend, stärkend, appetitanregend, gegen Blähungen, fördert die Darmtätigkeit, gegen Bakterien und Parasiten, desinfizierend, schmerzstillend, krampflösend,

Geistige Wirkung:
Gedächtnisfördernd

Anwendungen:

Bei Blähungen, Appetitmangel und Verdauungsbeschwerden: innerlich 2x täglich 1–2 Tropfen verdünnt einnehmen, oder beim Kochen als Gewürz verwenden.

Bei rheumatischen Beschwerden, Gesichtsneuralgien, Zahnschmerzen, nervösen Verspannungen im Gesicht und Schmerzen, die durch die Gürtelrose hervorgerufen werden, haben sich leichte Massagen mit 1ml Korianderöl in 20ml Trägeröl sehr gut bewährt.

Bewahren Sie das Öl kühl und dunkel und für Kinder unzugänglich auf !

Hinweis: Bei exzessivem Einatmen der Dämpfe wurden vorübergehende Bewußtseinsveränderungen beobachtet! Bei innerlicher Einnahme nicht überdosieren!


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© Copyright 1998 by Ed Erutan Letzte Änderung: 14.09.99