Die Natur heilt - Palmarosaöl
-Was Sie schon immer über Ätherische Öle wissen wollten-


Pfefferminze

Mentha piperita L.
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Die Pfefferminze wird 50 cm bis 90 cm hoch, der meist kahle Stängel ist häufig violett unterlaufen und die Blätter duften beim Zerreiben charakteristisch nach Menthol.
Ausser in Afrika und Australien ist die Pfefferminze überall heimisch. Kultiviert wird sie hauptsächlich im Balkan, Italien, England und den USA.
Das ätherische Öl wird aus den frisch geernteten, blühenden Zweigspitzen destilliert.

Die Gattung der Minzen um fasst ca. 15 verschiedene Arten, die durch Kreuzung und Bastardisierung unzählige Unterarten hervorgebracht haben was sich im Schrifttum durch besonders uneinheitliche Bezeichnungen bemerkbar macht.

Die bekanntesten Minzarten sind:

Mentha aquatica - Wasserminze / Bachminze
Mentha arvensis - Ackerminze
Mentha arvensis var.piperascens - Japanische Minze
Mentha crispa - Krauseminze Hinweis: unter dieser Bezeichnung werden auch einige andere Minzevariationen geführt!
Mentha longifolia - Rossminze
Mentha viridis - Grüne Rossminze
Mentha pulegium - Poleiminze
Mentha rotundifolia - Rundblättrige Minze
Mentha suaveolens - Apfelminze
Mentha citrata - Zitronenminze
Mentha piperita - Pfefferminze

Diese Beschreibung bezieht sich ausschliesslich auf die Pfefferminze - Mentha piperita, deren Besonderheit die Inhaltsstoffe Jasmon und Viridiflorol ausmachen die in anderen Minzarten nicht vorkommt.

Anwendungsgebiete

Innerlich:
Verdauungsschwäche, Verdauungsstörungen, Magenschmerzen, Magenkrämpfe und Koliken, Blähungen, Durchfall, Leber- und Gallenwegserkrankungen,gestörter Fettverdauung, Erbrechen, nervöser Dickdarm (Colon irritable), Reisekrankheit und Übelkeit, als Zusatz bei Erkältungsmischungen.
Dosierung: 2-5 Tropfen zwei bis drei mal am Tag in einem Getränk oder Honig aufgelöst.
Hinweis: zu hohe Dosierungen können schlafstörend wirken. In Badezusätzen maximal 2 Tropfen verwenden !
Pfefferminzöl ist in geringen Dosierungen am wirkungsvollsten !

Ausserlich:
gegen Hautparasiten, Bronchitis, Stirnhöhlenvereiterung, Kopfschmerzen/Migräne, vertreibt Mücken

Die anderen hier aufgeführten Minzearten haben eine andere chemische Zusammensetzung und somit auch andere Anwendungsbereiche!
Besondere Vorsicht bei Mentha pulegium - Poleiminze, sie enthält ca 80% Pulegon, wirkt abortiv und kann zu Gesundheitsstörungen führen!

Achten Sie auch bei diesem Öl auf eine zuverlässige Lieferquelle! Gepanschte, gemischte oder verfälschte Öle haben andere u.U. sogar gesundheitsschädliche Wirkungen. Auch die Kennzeichnung, dass ein Öl den Vorgaben eines Arzneibuches entspricht (DAB, Ph.Eur., DAC usw.) ist kein Hinweis auf ein qualitativ hochwertiges Öl. Es entspricht lediglich den dort gemachten Mindestvorgaben und ist oft durch chemische Manipulationen angepaßt worden !

Nachstehend die Essenz einer wissenschaftlichen Veröffentlichung :

”Bis heute gibt es kein spezielles Medikament, das für die häufigste Kopfschmerzform überhaupt, den Spannungskopfschmerz, entwickelt wurde". An der Kieler Universitätsklinik für Neurologie wurde nun erstmals systematisch die Anwendung von Pfefferminzöl unter- sucht. Bislang lagen auch keine wissenschaftlichen Untersuchungen zur Wirksamkeit vor. Hauptbestandteile (50 bis 86 Prozent) des Öls der Pflanze Mentha piperita sind Menthol und Menthon, sowie Limonen, Mendren und Phellandren. Bei lokaler Anwendung von Pfefferminzöl auf der Haut werden, selbst in geringen Mengen, Kälte- und Druckrezeptoren erregt, in hohen Konzentrationen auch Wärme- und Schmerzrezeptoren stimuliert. Menthol bewirkt eine Änderung der Zellmembran mit einer vermehrten elektrischen Aktivität. Hohe Konzentrationen von Menthol entfalten eine lokal anästhesierende Wirkung. Pfefferminzöl kann außerdem die Wirkungen der Schmerz-Nerven-Botenstoffe Serotonin und Substanz-P hemmen. Beide Substanzen spielen bei der Entstehung von Kopfschmerzen eine entscheidende Rolle. In den Untersuchungsreihen zeigte bereits zehnprozentiges Pfefferminzöl in alkoholischer Lösung die ausgeprägtesten Wirkungen. Erstmals liegen nun auch, wie Dr. Hartmut Göbel (Uni Kiel) auf einer Pressekonferenz der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in Bonn berichtete, neue Ergebnisse zur Wirksamkeit von Pfefferminzöl aus einer streng kontrollierten klinischen Studie vor:

Die Prüfung erfolgte bei 164 einzelnen Kopfschmerzepisoden gegen das Schmerzmittel Paracetamol sowie gegen Placebo (Tablette ohne Wirkstoffe). Die Anwendung des Öls erfolgte großflächig auf Stirn und Schläfen, und zwar zweimal nach 15 und 30 Minuten.

Im Vergleich zu Placebo konnte mit Pfefferminzöl bereits nach 15 Minuten eine signifikante Reduktion der Kopfschmerzen erzielt werden. Die Schmerzintensität reduziert sich im Verlauf einer Stunde weiter. Auch Paracetamol erwies sich als signifikant wirksam gegenüber Placebo.

Zwischen der Wirksamkeit von 1 gr. Paracetamol und zehnprozentigem Pfefferminzöl bestand kein Unterschied !!!

Kopfschmerzen vom Spannungstyp sind mit Abstand die häufigste Kopfschmerzform und zählen zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Nach neuesten Studien leiden 54 Prozent der Kopfschmerzpatienten unter Kopfschmerzen vom Spannungstyp, 38 Prozent unter Migräne, und nur acht Prozent haben andere Ursachen. Der Spannungskopfschmerz, der oft nach längerem Sitzen am Computer oder Autofahrten auftritt, kann 30 Minuten bis zu sieben Tage andauern. Episodisch auftretend ist dieser “Kopfschmerz pur” häufig ohne Krankheitswert, seine chronische Form kann jedoch derartig gravierend für die Betroffenen sein, daß sie zur Aufgabe des Berufes und zu einer drastischen Einschränkung der allgemeinen Tätigkeit führt. “Diese Kopfschmerzform kann das berufliche und soziale Leben komplett zerstören”, so Dr. Göbel.

Anmerkung zu dieser Untersuchung:

Viele Patienten versuchen, die Kopfschmerzen durch häufige Einnahme von Schmerzmitteln zu mindern. Damit wächst die Gefahr, daß durch Medikamente ausgelöste Dauerkopfschmerzen das primäre Kopfschmerzproblem zusätzlich verschlechtern. Analgetika (Schmerzmittel) sind die meistverkauften Arzneimittel in Deutschland. Bei den Apotheken führten sie 1995 mit knapp 194 Millionen verkauften Packungen.Insgesamt werden 75 Prozent aller Schmerzmittelpackungen ohne Rezept in der Apotheke verkauft. Schmerztherapie ist eine Therapie der Selbstmedikation, nach dem Motto "fit for fun". Arzneimittel werden gern genommen, um Probleme hinwegzuschlucken, und reihen sich damit mit Alkohol und Nikotin in die chemisch gebundenen Bewältigungsstrategien ein. Kopfschmerzen können auch ein wesentlicher Grund für die Entstehung von Suchtverhalten sein. Eine Untersuchung des Instituts für Suchtprävention und angewandte Psychologie in Schleswig-Holstein ergab, daß je nach Schultyp schon 20 bis 40 Prozent der Schüler Kopfschmerzen als ihr wichtigstes und hartnäckigstes Gesundheitsproblem angeben. 80 Prozent der Kopfschmerzpatienten gehen nicht zum Arzt. Ihr Informationsdefizit ist besonders gravierend: Fast die Hälfte der Betroffenen hat keine speziellen Informationen. Das Thema ist allerdings auch an der wissenschaftlichen Medizin vorbeigegangen, denn dieser Kopfschmerztyp liegt laut Dr. Hartmut Göbel (Universität Kiel) in einem unklar definierten interdisziplinären Niemandsland.

Soweit die neuesten Erkenntnisse der deutschen Wissenschaft.

Ein Analysezertifikat eines naturbelassenen Pfefferminzöles wurde mir freundlicherweise von der Firma Nature zur Verfügung gestellt.


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