Die Natur heilt - Arnikaöl
-Was Sie schon immer über pflanzliche Heilöle wissen wollten-


Arnikaöl
Arnica montana
Pflanzenfamilie Asteraceae


Die Blüten der in Mittel- und Südeuropa beheimateten krautigen, bis 60 cm hohe Stauden mit gegenständigen Blättern und gelben Röhren- und Strahlenblüten werden in geschlossenen Glasbehältern mehrere Wochen in einem fetten Öl - meist Oliven- oder Sojaöl - der Sonne ausgesetzt. (Mazeration)
Die wertvollen Inhaltsstoffe dieser Blume, wie Sesquiterpenlactone vom Pseudoguajan-Typ (= Peudoguajanolide), Helenalinen, Arnifoline und Chamissonolide; Flavonoide (Flavone und Flavonole, sowohl frei als auch glykosidiert); ätherisches Ol mit ca. 40-50 % Fettsäuren, n-Alkanen, Thymolderivaten sowie Mono- und Sesquiterpenen werden dabei den Blüten entzogen.
Arnikaöl wirkt adstringierend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und antirheumatisch bei Muskel- und Gelenkbeschwerden.

Anwendung:
zur äußerlichen Anwendung bei Verletzungs- und Unfallfolgen (Hämatome, Distorsionen, Prellungen, Quetschungen, Frakturödeme), bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden, Entzündungen der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum, Furunkulose und Entzündungen als Folge von Insektenstichen und bei Oberflächenphlebitis; nur zur äußerlichen Anwendung!

Nebenwirkungen:
Äußerlich - allergische Reaktionen bei Allergien gegen Korbblütler; bei längerer Anwendung an geschädigter Haut (bei Verletzungen, Ulcus cruris etc.) relativ häufig ödematöse Dermatitis mit Bläschenbildung, ansonsten bei längerer Anwendung Exzeme

Innerlich - nach Einnahme größerer Mengen Brennen, Kratzen und Schmerzen in Mund und Rachen, Magenschleimhautreizungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall sowie resorptive Vergiftungserscheinungen wie Schwindel, Zittern, Benommenheit, Erhöhung der Körpertemperatur, Herzklopfen, Beschleunigung und Unregelmäßigkeiten des Herzschlags, Nasenbluten, Atemstörungen, Befindlichkeitsstörungen bis hin zu zunehmender Lähmung und Kollaps mit stark erhöhtem Puls. Es wurden Todesfälle nach Einnahme von 70 g Tinktur bekannt.

Allgemeine Therapiemaßnahmen bei akuter Vergiftung: gegen Haut- und Schleimhautaffektionen äußerliche Behandlung mit reizmildernden Umschlägen, bei Vergiftungen durch innerliche Arnikagaben Entleerung des Magen-Darm-Traktes und Aktivkohle

Hinweis: Maximal 10% Arnikaöl in Mischung mit anderen Basisölen Verwenden! Kann bei lanfristiger Anwendung Hautreizungen verursachen!


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Ed Erutan

© Copyright 1998 by Ed Erutan Letzte Änderung: 15.10.2003