Die Natur heilt - Weizenkeimöl
-Was Sie schon immer über pflanzliche Heilöle wissen wollten-


Weizenkeimöl
Triticum sativum
Pflanzenfamilie Poaceae


Der Getreidekeim ist eine Sammelstätte für verschiedene biologisch aktive Stoffe; er enthält die für den Aufbau und das Wachstum einer neuen Pflanze erforderlichen Substanzen in einem von der Natur geordneten Gefüge. Aufgrund des relativ hohen Ölgehaltes und des Anteils an fettlöslichen Aktivstoffen sind Getreidekeime ein wertvolles Ausgangsmaterial für wirkstoffreiche Pflanzenöle. Weizenkeimöl verfügt über eine ideale fettchemische Zusammensetzung und über ein breites Wirkstoffspektrum .
Von besonderer Bedeutung ist sein Gehalt an fettlöslichen Vitaminen, Sterinen und Phytohormonen. Die native Struktur der wertvollen Inhaltsstoffe, sowie der hohe Gehalt an Vitamin E (0,26% (alpha- und beta-Tocopherol), Provitamin A, essentiellen Fettsäuren (Ölsäure, Palmitoleinsäure, Linol- und Linolensäure, u.a.), Lecithin, Sterin und ca. 20 wichtigen Aminosäuren bleibt allerdings nur erhalten, wenn das Öl aus den Getreidekeimen durch Kaltpressen gewonnen wird, also ohne chemische oder thermische Einwirkung.

Die grundlegende physiologische Bedeutung von Vitamin E bzw. Tocopherol (Hauptwirkbestandteil von Weizenkeimöl) besteht darin, daß es als Antioxydanz die Oxydationsvorgänge im Organismus hemmt. Dadurch wird der Sauerstoffverbrauch in der Muskulatur und besonders in der Leber vermindert. Weiterhin werden Stoffe, die während des Stoffwechsels leicht oxydieren (beispielsweise Vitamine A), vor einem zu schnellen oxydativen Abbau geschützt. Vitamin E ist auch an der Regulierung der Hypophysenfunktion beteiligt und wirkt auf die vegetativen Zentren ein. Es beeinflußt den Kohlenhydratstoffwechsel und wirkt in Verbindung mit den natürlich enthaltenen Phytohormonen unmittelbar auf die Sexualsphäre. Die Anwendung von kalt gewonnenem Weizenkeimöl wird in der Literatur häufig bei habituellem Abort, Impotenz, klimakterischen Beschwerden und Menstruationsstörungen empfohlen. Wegen seines günstigen Einflusses auf den Muskelstoffwechsel und die Blutgefäße ist das Vitamin E darüber hinaus zur unterstützenden Behandlung von Herzerkrankungen geeignet: Es fördert die Bildung neuer Kapillaren, und bei Herzmuskelschwäche wird eine günstige Wirkung beobachtet. Auch periphere Durchblutungsstörungen bessern sich. Degenerationserscheinungen des Bindegewebes sprechen auf Vitamin E ebenfalls gut an.

Perkutan (auf der Haut) angewandte Präparate, die Vitamin E enthalten, verbessern die Blutzirkulation der peripheren Gefäße; es wird ihnen darüber hinaus eine bindegewebsfestigende Wirkung zugeschrieben. Weiterhin wird von einem positiven Einfluß auf die Zellneubildung der Haut berichtet. Diese Eigenschaften können durch Mischen mit anderen Ölen gezielt verstärkt werden. Hinzu kommt, daß Vitamin E auf Grund seiner antioxydativen Kraft das Hautfett vor der Zersetzung durch Sauerstoff (dem Ranzigwerden) schützt.

Anwendungen:

Zur gesunden Ernährung bietet sich kalt gepresstes Weizenkeimöl als wirkungsintensives Öl für die Verwendung in Salaten und anderen Kaltspeisen an.

Durch den hohen Gehalt an natürlichem Vitamin- E und allgemein hautgünstigen Eigenschaften eignet es sich zum vorbeugenden Pflegen von Haut jeden Typs. Darüber hinaus empfiehlt es sich zur Anwendung bei schwach durchbluteter Haut.

Präparate mit Weizenkeimöl eignen sich ebenso für die Präventiv-Haarpflege (um gesundes Haar gesund zu erhalten) und außerdem zur Anwendung bei unzureichend durchbluteter Kopfhaut.

Durch Zufügen ätherischer Öle kann es gezielt auf den individuellen Hauttyp abgestimmt werden.

Das Analysezertifikat eines naturbelassenen Weizenkeimöles wurde mir freundlicherweise von der Firma "Nature" zur Verfügung gestellt.


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© Copyright 1998 by Ed Erutan Letzte Änderung: 17.02.2004