Die Natur heilt - Milchkefir
-Was Sie schon immer über Nahrungsergänzungsmittel wissen wollten-

Milchkefir

Kefir ist ein Exot unter den Milchprodukten, da er als einziger unter Mitwirkung von Hefepilzen entsteht. Alle anderen Milcherzeugnisse wie Joghurt, Quark und Käse benötigen nur Milchsäurebakterien.
Im Kefirpilz verklumpen Milchsäurebakterien (Lactobacillus bulgaricus und Streptococcus lactis) und Hefepilze zu einer Knolle, die mit Milch übergossen nach ca. 24 Stunden ein aromatisches Milchprodukt ergibt. Gleichzeitig wird der in der Milch enthaltene Milchzucker zu Milchsäure abgebaut.
Aus diesem Grund ist Kefir auch für Menschen geeignet, die an einer Milchzuckerunverträglichkeit, der sogenannten Laktoseintoleranz, leiden.

Der weite Weg des Milchkefirs

Milchkefir ist von Asien über Osteuropa nach Deutschland gelangt. Bei den Bulgaren z. B. sind Sauermilchprodukte schon lange sehr beliebt. Die Einwohner dort leben von der Schafzucht und stellen ihren Joghurt und Kefir traditionell auch aus Schafsmilch her. Viele Menschen in Bulgarien sind im hohen Alter noch sehr vital, was u.a. auf diese Sauermilchprodukte zurückgeführt wird.
Auf der anderen Seite des Schwarzen Meers, am Fuß des Kaukasus, in Abchasien wird Kefir ebenfalls außerordentlich geschätzt.
Den echten Kefir gibt es übrigens nicht in Geschäften zu kaufen. Bei den Produkten aus dem Handel findet sich nämlich auf dem Etikett immer der Namenszusatz "Kefir mild". Das bedeutet, dass er nicht mit Hilfe des Original-Kefirpilzes, produziert wurde. Die Molkereien hätten mit dem Original-Kefirpilz in der Großproduktion enorme Schwierigkeiten. Deswegen verwenden sie leichter zu handhabende Kulturen.


Zur Praxis:
Bevor Sie den Kefirpilz "zur Arbeit" schicken, ein wichtiger Hinweis: Durch den Verarbeitungsprozess lagern sich an der Kefirknolle Caseinplättchen ab. Diese müßen nach jedem Einsatz sehr sorfältig unter kaltem bis lauwarmem Wasser abgewaschen werden, ansonsten "erstickt" der Pilz, weil er nicht mehr arbeiten kann.

Wenn Sie Ihren Pilz nach einer sorgfältigen Dusche genau betrachten, sieht er aus wie ein kleiner Blumenkohl und ist sehr klar strukturiert.
Zur Zubereitung benötigen Sie ein entsprechend großes Gefäß mit Deckel, z.B. Einmach- oder Gurkenglas. Stellen Sie sicher, daß keine Mücken in das Gefäß gelangen können. Achten Sie darauf, das Gefäß gut mit klarem Wasser auszuspülen, daß keine Spülmittelreste zurückbleiben können!
Geben Sie den Pilz in etwa 1/2 - 1 Liter Milch. Wenn Sie H-Milch benutzen, sind Sie bezüglich eventuell vorhandener Fremdkeime auf der sicheren Seite. Sie können aber ebenso Frischmilch oder fettreduzierte Milch verwenden und diese vorsichtshalber ebenso wie Roh- und Vorzugsmilch vorher abkochen und auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor Sie den Pilz einsetzen. Der Fettgehalt meines Wissens keinen Einfluß auf die Qualität des fertigen Kefirgetränkes.
Nicht geeignet ist Kondensmilch.
Lassen Sie den Ansatz 12 bis 24 Stunden bei Zimmertemperatur gären. Vermeiden Sie dabei direkte Sonneneinstrahlung oder grelles Licht. Je nach Dauer verändert sich der Geschmack. Mit zunehmender Zeit wird der Kefir herber, säuerlicher und fester.

Das fertige Getränk über ein Kunststoffsieb abgießen, den Kefirpilz mit kaltem bis lauwarmem Wasser sehr gut abwaschen. Achten Sie stets darauf, daß die Caseinblättchen, die immer am Pilz kleben, dabei sorgfältig entfernt werden. Jetzt können Sie den nächsten Kefir ansetzen.
Den fertigen Kefir am besten im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb 48 Stunden trinken, sonst bildet sich Wasser, in dem eine geballte Masse schwimmt, die jedoch weniger schmackhaft ist.

Noch einige Tipps:
Wenn Sie einige Zeit abwesend sind, können Sie den Pilz bedeckt mit Milch einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Da sich die die Umwandlungsprozesse durch die niedrige Temperatur erheblich verlangsamen, ist die Gefahr der "Casein-Erstickung" nicht gegeben.
Der Kefirpilz darf weder zu stark erhitzt, noch eingefroren werden!
Benutzen Sie bitte keine Metallgegenstände (Metallsieb, -löffel usw.)

Inhaltsstoffe des fertigen Kefirgetränkes und deren Wirkung:

InhaltsstoffWirkung
Kalzium Wichtig für Nerven, Zähne und Knochen, zur Osteoporoseprophylaxe
EisenWichtig für Fingernägel, Haut und Haare; depressive Verstimmungen, Schlafstörungen und Lernschwäche.
JodStabilisiert die Schilddrüsenfunktion.
Vitamin AHaut und Schleimhäute, vorbeugend gegen Krebserkrankungen, Infektionskrankheiten und Sehstörungen.
Vitamin DKnochen- und zahnfestigend, entzündungshemmend.
Vitamin B1 (Thiamin)gegen nervöse Störungen, schmerzlindernd
Vitamin B2, (Riboflavin)sorgt für Fitness und gute Laune
Vitamin B6, (Pyridoxin)Nervenfunktionen, Eiweißverwertung
Vitamin B12, (Kobalamin)Gefäßerkrankungen
NiacinNervosität, Gefäßerkrankungen, Herzinfarkt
FolsäureBlutbildung, Produktion von Antikörpern, besonders wichtig in der Schwangerschaft.
ProteineVerwertung von Mineralstoffen
Polysaccharideentgiftend, regulierung des Cholesterinspiegels
Milchsäurebakterien und HefepilzeGesundung der Darmflora
Alkohol (therapeutische Dosis)vorbeugend gegen Herz- Kreislauf-Erkrankungen

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© Copyright 2000 by Ed Erutan Letzte Änderung: 22.07.00