- Was Sie schon immer über natürliche Heilmittel wissen wollten -

Mönchspfeffer / Keuschlamm

(Agnus castus)

Mönchspfeffer gehört zur Familie der Eisenkrautgewächseund ist vor allem im Mittelmeerraum bis Zentralasien verbreitet.
Agnus castus ist ein Strauch mit fingerförmigen Blättern und violetten Blütenrispen.
Verwendet werden die schwarzen Früchte (Fructus Agni casti). Sie Früchte haben je vier Samen, die pfefferartig scharf schmecken und riechen.

Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öle mit verschiedenen Bitterstoffen ( u. a. Castin), Iridoide (Iridoidglykosiden), Flavonoide, Monoterpenen und Sesquiterpenen, Flavon Casticin, Agnusid und Aucubin als Iridoidglykoside.

Wirkung:

Gelbkörperhormonartige Wirkung (luteinisierendes Hormon / LH)

Bremst die Ausschüttung des follikelstimulierenden Hormons FSH

dadurch kommt es zu einer Verschiebung im Verhältnis zwischen Östrogenen und Gestagenen zugunsten der Gestagene = Gelbkörperhormon - Effekt

Senkt das Prolactin (dadurch geringere Anregung der Brustdrüse, geringere Wirkung auf das mesolimbische System mit Verringerung der psychischen Symptomatik / Änderung des Verhaltens).

Die Wirkung wird über die dopaminerg wirkenden und Prolaktin-supprimierenden Inhaltsstoffe hervorgerufen.

Heilanzeigen, soweit sie veröffentlicht wurden:

Allerdings beziehen sich die meisten Abhandlungen auf die Linderung von Beschwerden vor und während der Menstruation. Hinweise über den Einsatz bei Wechseljahrbeschwerden sind nur vereinzelt zu finden.

Gegenanzeigen:

Keine bekannt

Nebenwirkungen:

Gelegentlich juckender Ausschlag (urtikarielle Exantheme), Durchfälle wegen Lactoseunverträglichkeit, selten Magenbeschwerden oder Übelkeit. Insgesamt jedoch sehr gut verträglich!

Anwendung/Dosierung:

Der Keuschlamm ist in Kombination mit anderen Pflanzen als Teemischung im Reformhaus oder als Fertigarznei aus der Apotheke erhältlich.

Historisches und Wissenswertes:

Bereits die Mönche im Mittelalter (die Anwendung lässt sich sogar bis in das 1. Jahrhundert zurückverfolgen!) haben die Wirkung des "Mönchspfeffers" zu schätzen gewusst.

Der Tee unterdrückte die fleischliche Lust, sodass die Mönche leichter "keusch" wie ein "Lamm" bleiben konnten.

Da die pfefferkornartigen Früchte auch als Pfefferersatz dienten, bekam Agnus castus seinen Namen "Mönchspfeffer".

Aber die Anwendung von Agnus castus geht noch weiter in die Antike zurück. So wusste bereits Dioskurides, dass Agnus castus die Muttermilchbildung steigert und bei Menstruationsbeschwerden und Gebärmutterleiden Linderung verschafft.


Bei auftetenden Nebenwirkungen und Langzeitanwendung ziehen Sie bitte Ihren Arzt zu Rate.


Weitere interessante Links:

http://www.naturheilkunde-online.de/Moenchspfeffer.html

http://www.aerztezeitung.de/docs/2002/09/27/174a0901.asp

http://www.hpfldb.de/keuschlamm.html

http://www.naturheilbund.de/start.html?Tips/Moenchspfeffer

http://pharm1.pharmazie.uni-greifswald.de/systematik/6_droge/agni-c-f.htm


Ätherische Öle Heilöle Nahrungsergänzung
Ätherische Öle Index Heilöle Index Nahrungsergänzung Index

Fragen ? - Kritik ? - Anregungen ? - Ich freue mich auf Ihre Post:

Ed Erutan

© Copyright 2000 by Ed Erutan Letzte Änderung: 16.01.2003