-Was Sie schon immer über pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel wissen wollten-

Traubensilberkerze

(Cimicifuga racemosa)

Die Traubensilberkerze wächst im östlichen Nordamerika. Die Pflanze wird bis zu zwei Meter hoch, krautiger Wuchs. Gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Hat weiße, traubenständige Blüten und sechs Millimeter lange, ovale Fruchtkapseln. Verwendet wird der getrocknete Wurzelstock. Im Volksmund wird sie auch Wanzenkraut, Frauenwurzel oder schwarze Schlangenwurzel genannt.
Die Wurzel enthält ca. 15 - 20% Triterpenglykoside vom Cycloartenoltyp wie z.B. Actein, 27-Desoxyactein, Acetylacteol, Desoxyacetylacteol, Cimicifugosid, Cimigenol daneben kommen noch Gerbstoffe, Isoflavone z.B. Formononetin und geringe Mengen atherisches Öl vor.
In Europa wurde die Traubensilberkerze als Indianer-Heilmittel bekannt. Sie haben die Wurzeln in Scheiben geschnitten und an der Sonne getrocknet und gegen Schlangenbisse und zur Erleichterung der Entbindung genutzt.
Blühende Traubensilberkerze

Cimicifuga wurde bereits 1743 in Europa in die Frauenheilkunde eingeführt und gehört heutzutage zu den besterforschten Pflanzen in der Gynäkologie, die sich einen festen Platz in der Frauenheilkunde erobert hat.

Die Traubensilberkerzen-Wurzel hilft sowohl bei prämenstruellem Syndrom (PMS) als auch bei klimakterischen Beschwerden.
Auch auf neurovegetative Störungen hat sie eine positive Auswirkung. Eine Langzeitanwendung kann bei guter Verträglichkeit als Alternative zur Hormonsubstitution in den Wechseljahren empfohlen werden.

Inhaltsstoffe wie Actein, Cimicifugosid, Cimicifugin scheinen eine östrogenartige Wirkung zu haben, die jedoch bisher nicht nachgewiesen werden konnte. Zusammen mit Cytisin, Isoferula-, Palmitin-, Öl-, Salicyl-, Ameisen-, Essig- und Buttersäure, Gerb- und Bitterstoff, Saponin und Racemosin werden obige Indikationen gemildert.

Eine große, multizentrische Verlaufsstudie der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg ergab, dass bei 70 bis 80 Prozent der über 600 untersuchten Frauen nach Einnahme von Cimicifuga-Extrakten eine deutliche Besserung beziehungsweise ein völliges Verschwinden der klimakterischen Symptome eintrat (Quelle: Sexualmedizin 3/1999).
Gute Erfolge wurden auch im monatlichen Wechsel mit Mönchspfeffer erzielt. Ebenso wurde eine entspannende Wirkung auf die weiblichen Sexualorgane festgestellt.
Erfolge wurden auch bei Gelenkentzündungen wie Arthritis und Ischias, ebenso bei Ohrgeräuschen und Mittelohrsklerose, Gebärmutter-, Eierstock- und Eileiterentzündung beschrieben.

Traubensilberkerzenpräparate können auch ohne Bedenken über längere Zeit eingenommen werden.
Die bisher vorliegenden Verlaufsbeobachtungen und klinischen Studien zeigen, daß mit einer gewissen Wirksamkeit in der Regel erst nach einer 4wöchigen Behandlung gerechnet werden kann. Die Wirkungen nahmen jedoch im weiteren Beobachtungszeitraum (bis 12 Wochen) noch deutlich zu.

Wirkungsweise:

Die wirksamen Bestandteile der Traubensilberkerze binden sich an Östrogenrezeptoren, haben aber keinen Einfluss auf den Gelbkörperhormon / LH-Spiegel, und keine keine wachstumsfördernden Eigenschaften auf z. B. Brust-Tumorzellen.

Heilanzeigen:

Nebenwirkungen:

Bitte beachten Sie, dass auch pflanzliche Arzneimittel nicht zum Dauergebrauch geeignet sind und befragen Sie bei länger andauernden Beschwerden in jedem Fall Ihren Arzt.

Interessante Links:

http://www.hpfldb.de/Traubensilberkerze.html


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Ed Erutan

© Copyright 2000 by Ed Erutan Letzte Änderung: 16.01.2003